Der Ökumenische Schöpfungstag wurde beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München 2010 von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ausgerufen und lehnt sich an eine Tradition der Orthodoxen Kirchen an, in besonderer Weise Gottes gute Schöpfung zu preisen und auch zu bewahren.

"Von meinen Früchten könnt ihr leben"

Das Motto des ökumenischen Tags der Schöpfung 2018 greift einen Satz aus dem Propheten Hosea auf (Hosea 14,9).
Von der kfd wurden Änderungs- bzw. Ergänzungsvorschläge erarbeitet, die ein Vorschlag zur Ergänzung der Materialien der ACK sind.

Das Gottesdienst- und Materialheft zum ökumenischen Tag der Schöpfung kann ab April/Mai auf der Internetseite der ACK heruntergeladen oder im Shop der ACK oder über die Ökumenische Centrale bestellt werden. Infos und Materialien unter www.schoepfungstag.info.

Ökumenischer Tag der Schöpfung 2018 „ Von meinen Früchten könnt ihr leben“ - ergänzendes Material

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Mitgliederversammlung 2017Die Mitglieder des Christinnenrates kehrten für ihre diesjährige Mitgliederversammlung am 12. Dezember 2017 an ihren Gründungsort in die Räume der Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen (ACK) auf Bundesebene zurück, wo sie herzlich von der amtierenden Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Dieckmann begrüßt wurden.

Inhaltlicher Schwerpunkt war das Gespräch mit der Bischöfen a.D. Bärbel Wartenberg Potter, die von 1997 bis 2001 Geschäftsführerin der ACK und von 2001 bis 2008 Bischöfin des Sprengels Holstein-Lübeck der Nordelbischen Evangelischen Lutherischen Kirche war. Sie blickte in ihrem Input auf die Entstehungsgeschichte des Christinnenrates zurück, der im Jahr 2000 mit ihrer direkten Unterstützung als damalige Geschäftsführerin gegründet wurde.

Osnabrücker Thesen 'Frauen in kirchlichen Ämtern'

Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten vom 6. bis 9. Dezember 2017 auf dem ökumenischen Symposium an der Universität Osnabrück über "Frauen in kirchlichen Ämtern" und verabschiedeten die sogenannten "Osnabrücker Thesen".

Bei der Mitgliederversammlung des Christinnenrates wurde unter anderem auch über den Osnabrücker Kongress gesprochen. Die Osnabrücker Thesen wurden mit großem Interesse von den Delegierten wahr genommen und es wurden Verbindungen zum Ergebnis des Projektes „Reformation ist überall – FrauenPerspektiven“, das der Christinnenrat am 12. August an der Thesentüre der Schlosskirche in Wittenberg vorgestellt hat, hergestellt.

Osnabrücker Thesen "Frauen in kirchlichen Ämtern"

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Christinnenrat stellt gemeinsam mit Schirmfrau Margot Käßmann Online-Projekt ‚Reformation ist überall‘ - Frauenperspektiven in Wittenberg vor

Ein halbes Jahrtausend nach Beginn der Reformation wehe noch immer patriarchaler Geist durch die christlichen Kirchen, würden die Religionen von Männern beherrscht. Zu diesem Ergebnis kommt Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, die als Schirmfrau das Projekt „Reformation ist überall – Frauenperspektiven“ in Wittenberg vor der Schlosskirche am heutigen Samstag vorstellte. „Noch immer dominieren Männern in gewaltigen Gewändern das Bild von Kirche“, urteilt Käßmann. „Das ist ein Jammer.“

Männliche und weibliche Qualitäten würden in Kirche gebraucht und sie würden von Frauen und Männern eingebracht. „Erst wenn Männer den Kuchen backen für die Gemeindeversammlung und Frauen bei ihnen die Kinder für den Nachmittag abgeben, hat sich etwas geändert.“ Schirmfrau Käßmann erinnerte an die Reaktionen, als vor 25 Jahren Maria Jepsen zur ersten lutherischen Bischöfin weltweit wurde. „Dabei war das doch nur die Fortführung von Luthers theologischer Erkenntnis, dass alle Getauften Priester, Bischof, Papst sind.“ Es sei somit heute ein Zeichen von Reformation, dass Frauen auf allen kirchlichen Leitungsebenen vertreten sind.

Doch nicht in allen christlichen Kirchen sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen, auch in Deutschland nicht. Dies jedoch gehört zu den meistgenannten Wünschen der Teilnehmenden des Projektes ‚Reformation ist überall‘. „Das ist mehr als verständlich“, sagt Brigitte Vielhaus, Theologin im Vorstand des Christinnenrates. „Für viele ist und bleibt genau das die entscheidende Frage nach Geschlechtergerechtigkeit und somit auch nach der gleichen Würde von Frauen und Männern.“

Das Projekt ‚Reformation ist überall‘ - Frauenperspektiven startete im vergangenen Herbst. Um heutige Frauen-Perspektiven sichtbar zu machen, vervollständigten Teilnehmende auf einem Plakat den Halbsatz „Eine frauengerechte Kirche ist für mich, wenn...“. In Anlehnung an den Thesenanschlag Luthers machten die Teilnehmenden mit diesem Plakat ein Selfie vor einer Kirchentür und stellten es auf der Projekt-Website online.

Mit dem in Wittenberg vorgestellten Projekt ‚Reformation ist überall‘ – Frauenperspektiven macht der Christinnenrat im Reformations-Jubiläumsjahr darauf aufmerksam, dass jede Kirche sich immer wieder reformieren muss. Acht Thesen, was unsere Kirchen heute brauchen, hat der Christinnenrat dazu aufgestellt:

Unsere Kirchen brauchen ...

  • die Gaben, Fähigkeiten und Berufungen von Frauen
  • eine inklusive Sprache
  • die Vielfalt von Gottesbildern und von Gottesdienstformen
  • Frauen auf allen Leitungsebenen
  • Frauen in allen kirchlichen Ämtern
  • die Erkenntnisse feministischer Theologien
  • eine geschlechtergerechte Verteilung finanzieller Ressourcen
  • den Einsatz für gerechte Lebensbedingungen weltweit

Ökumenischer Frauengottesdienst auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 - #Mariastehtau

Am Freitag, 26. Mai  fand in der Pfingstkirche in Berlin der Ökumenische Frauengottesdienst statt, zu dem der Christinnenrat eingeladen hatte.

„Maria aber stand auf“ – so heißt es zu Beginn des Lukasevangeliums. Was bedeutet uns diese Maria? Wie sehen wir sie an, wie wurde sie angesehen – von Christinnen und Christen quer durch die Konfessionen; von Elisabeth, zu der sie sich schwanger aufmacht; zuallererst aber von Gott selbst? Wie wird die prophetische Kraft ihres Lobgesangs hier und heute spürbar? Wo können wir für Gerechtigkeit aufstehen – mit Maria?
Der Ökumenische Frauengottesdienst stellte Lukas 1,39-56 in den Mittelpunkt und knüpfte zugleich interaktiv an das Online-Projekt „Reformation ist überall – FrauenPerspektiven" des Christinnenrates an.

 

Eindrücke aus dem Gottesdienst

Fotos von Barbara Seybold und Mona Kuntze

 
Eine frauengerechte Kirche ist für mich, wenn ...

Statements aus dem Gottesdienst zum Projekt „Reformation ist überall – FrauenPerspektiven"

 

Kanzelrede: Dr. Marlene Cüsemann

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Kanzelrede: Dr. Annette Jantzen

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Plakat - Frauengottesdienst 2017

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Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“ Eindrücke vom Buß- und Versöhnungsgottesdienst zu 500 Jahre Reformation in Deutschland am 11. März 2017 in Hildesheim

Die Evangelische Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz haben am 11. März 2017 in Hildesheim einen zentralen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in Anwesenheit von VertreterInnen weiterer christlicher Kirchen gefeiert.

Nach einer langen Geschichte von gegenseitiger Abgrenzung und eigener Profilierung stand die Bereitschaft zu Vergebung und Aufbruch mit Betonung der Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt.

Irmentraud Kobusch, stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd, war über die Delegation des Christinnenrates in die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf Bundesebene (ACK) zur Mitfeier eingeladen. Hier ist ihr persönlicher Bericht:

Als Mitglied der ACK für den Christinnenrat hatte ich die Möglichkeit, am 11. März an dem Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim teilzunehmen.

Mir war dabei immer deutlich, den Gottesdienst nicht als Einzelperson mitzufeiern, sondern als Vertreterin der Frauenökumene dabei zu sein. Das hat mich tief bewegt.
In die Vergebungsbitte „Wir bitten, vergib“ habe ich ganz bewusst mit eingestimmt für all die Frauen, die über Jahrhunderte bis in unsere Gegenwart hinein unter Unduldsamkeit und Gräben zwischen den Konfessionen gelitten haben, aber auch selber unduldsam und überheblich waren.

Berührt hat mich die Danksagung, in der die beiden Repräsentanten der großen Kirchen einander zusprachen: „Wir danken Gott, dass es euch, liebe katholische, liebe evangelische Geschwister gibt, dass wir gemeinsam den Namen Jesu Christi tragen.“ In meinem Herzen habe ich auch gedankt für die Schwestern in den kleinen Kirchen, mit denen wir im Christinnenrat verbunden sind.

Gut, dass in seinem Grußwort, das leider nicht mehr vom Fernsehen übertragen wurde, Bischof Wiesemann für die ACK ausdrücklich hingewiesen hat auf das Unrecht an manchen kleineren Kirchen, insbesondere der täuferischen Tradition.
Ein starkes Zeichen war das eigens für diesen Tag geschaffene Kreuz mit rauer Außenfläche und goldenem Kern, das zunächst vor dem Altarraum quer als Sperre lag, dann aber aufgerichtet zum Zeichen der Einheit wurde. Begleitet wurde diese Symbolhandlung von uns allen mit dem Lied „meine Hoffnung und meine Freude.“

Bei der Selbstverpflichtung der beiden Repräsentanten zu ökumenischem Handeln dachte ich  dankbar an unsere Selbstverpflichtung der Frauen in den ökumenischen Leitsätzen des Christinnenrates. So konnte ich gerne einstimmen in das Lied „Nun singe Lob, du Christenheit“.

Beim anschließenden Empfang kam eigentlich in allen Gesprächen zum Ausdruck, dass dieser Gottesdienst ein Ereignis von historischer Bedeutung war, aber auch ein Auftrag an uns alle, uns weiter leidenschaftlich für die Einheit der Kirchen einzusetzen.

So wie wir es ja im Christinnenrat tun.

 

Grußwort von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) - Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

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Mitgliederversammlung des Christinnenrates (5. - 6. Dezember 2016 in Bonn)

Christinnenrat-Mitgliederversammlung 2016Im Mittelpunkt der diesjährigen 16. Mitgliederversammlung des Christinnenrates, die vom 5. bis 6. Dezember in Bonn stattfand, stand vor allem das Jahr 2017 „500 Jahre Reformation in Deutschland“, aus der Perspektive von Frauen betrachtet.

Carola Ritter, leitende Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, machte in ihrem Beitrag „2017: Frauenperspektiven auf ein  Jubiläum“ deutlich, dass viele immer noch zu wenig bekannte Frauen die Zeit der  Reformation prägend  mitgestaltet und ihre Ideen weiterentwickelt haben. Ritter: „Dies aufzuzeigen war eines der Motive für die Ausstellung „Frauen der Reformation“, die bereits eine eigene Erfolgsgeschichte schreibt. (vgl. http://www.frauenarbeit-ekm.de/lilac_cms/de/4720,,/index.html) Diese Frauen ermutigen auch heute Frauen dazu,  eigene Standpunkte einzunehmen, zu vertreten und sich im Kontext der christlichen Kirchen auch dafür einzusetzen.“
Carola Ritter gab einen Einblick in die vielfältigen  Veranstaltungen zu 500 Jahre Reformation und lud dazu herzlich nach Wittenberg ein. (vgl. https://r2017.org/)

„Bei allen Feierlichkeiten zur Reformation im nächsten Jahr darf die Perspektive von Frauen nicht zu kurz kommen“ (Margot Käßmann). Auf dieses Anliegen verweist in diesem Zusammenhang auch sehr deutlich das interbasierte Projekt des Christinnenrates „Reformation ist überall – FrauenPerspektiven“. Bei einer ersten Zwischenreflektion während der Mitgliederversammlung zeigten sich die Delegierten des Christinnenrates mit den bisher 143 Aussagen und der Teilnahme von insgesamt 332 Frauen und 15 Männern sehr zufrieden über die bisherige Beteiligung an diesem Projekt.

Seit September sind Christinnen und Christen aufgerufen, den Halbsatz „Eine frauengerechte Kirche ist für mich/für uns, wenn…“ zu beenden und sich mit ihrer Perspektive auf eine frauengerechte Kirche vor einer Kirchentüre fotografieren zu lassen. Diese Fotos werden in eine inzwischen vielfältige Bildergalerie eingestellt, deren Aussagen noch bis zum Ende des Evangelischen Kirchentages am 28. Mai 2017 in Berlin gesammelt und später ausgewertet werden. Die Schirmfrau des Projektes Prof. Dr. Margot Käßmann hat sich ebenso beteiligt wie auch zahlreiche Frauen der Mitgliedsorganisationen und einige Persönlichkeiten aus Politik und Kirche.

Die Versammlung befasste sich darüber hinaus mit ihrem jeweiligen Engagement zum Ökumenischen Tag der Schöpfung, zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg, sowie dem 101. Deutschen Katholikentag 2018 in Münster.

Der Austausch von  Informationen über Vorgänge in den Mitgliedsorganisationen und Kirchen gehört zu den Aufgaben und zum Selbstverständnis des Christinnenrates. Hier gelangen Sie zu den Pressemitteilungen aus den Mitgliedsorganisationen, die uns erreicht haben.

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